Gedichte aus und zur Oberpfalz (D`Oberpfalz)

#1 von bockes , 04.08.2011 09:16

D’Oberpfalz

geschrieben 1981 für den Heimatkalender für die Oberpfalz von Thekla Gruber, geb. Hammer aus Traidendorf

D’Oberpfalz, erdäpflreich,
Dös is mei Heimatland,
Aus Spott nennt man’s Kartoffelpfalz,
Der Nam‘ is weit bekannt.
Als wenn’s Kartoffeln da bloß gäb‘,
Dös is a komisch‘ Gred;
Wost hi’schaust auf der ganzn Welt,
D‘Erdäpflstaudn steht.

Stoapfälzer sogn die dumma Leit,
Die Stoa san uns scho recht.
Von dene Stoa, ihr liabn Leit,
Da nährt sich unser G’schlecht.
Basalt, Granit und Eisenerz,
Dös gibt’s in unserem Land;
Und die Fabriken, die wir ham,
Trag’n Geld, dös is bekannt.

Und Burgen, Schlösser ohne Zahl
Findst aus der graua Zeit;
A Zeich’n, dass die Oberpfalz
Bekannt war, weit und breit.
Wie hätten sich die Ritter sonst
Ansäßi‘ dort’n g’macht,
von jedem Hügl, jedem Berg
A Schlößl runterlacht.

Ja, unsre Pfalz is net so schlecht,
Wia manche Leit oft sagn. Wir lassens spöttln,
Denn wir ham gottlob an guatn Magn.
Denn wer a schweinas Fleisch vertragt
Und Knödln, kuglrund,
A Sauerkraut wohl a dazua,
Der fühlt sich kerngesund.

Es lebe hoch die Oberpfalz
Mit ihren vielen Stoa,
Mit ihren Wäldern schattiggrün,
Mit Bacherln hell und kloa.
Hoch Heimatland! Hoch Oberpfalz!
In dir nur will ich sein!




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Gedichte aus und zur Oberpfalz (Genau so is )

#2 von bockes , 04.08.2011 09:18

Genau so is

Oft kriagt ma im Leb'n a Watschn,
oft hot's Schicksal oan am Krong,
do hilft koa jammern, koa rumtratschn,
es nützt a koa umananda schlong,
es gibt nur oans, du muaßt as trong.

Ja, so schwer san oft de Stunden
und es ist zum Haut nausfahrn,
a K.O. in allen Runden
und so hart schiebt se da Karrn.

Wennst na moanst, es geht net weita,
siegst a Lichterl in da Fern,
es kommt näher und es leicht da
am Horizont a Hoffnungsstern.

Es hängt net ollweil auf a Seitn,
s'Lebensblattl wend se oft,
muaßt a Hügl überschreiten,
dein Gott hilft oft, ganz unverhofft.

Auf amol spürst de Brust viel freier
und s'Lebm is wieder kunterbunt,
es is und bleibt, a für Zweifler,
die bucklich Welt, doch kugelrund.

Thekla Gruber 1978




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Die Pfarrkirche ist 200 Jahre alt

#3 von bockes , 26.12.2012 19:13

Die Pfarrkirche Sankt Michael in Kallmünz ist 200 Jahre alt

Wir kommen vom Süden dem Naabtal entlang,
die Gegend ist uns allen ja gut bekannt.
Da liegt verträumt wie ein Märchenprinz
unser schöner Heimatort Kallmünz.
Am Fuße vom Burgberg auf steinigem Grund,
dahinter graue Felsen, bewaldet und bunt.
Ich find sie malerisch, daraus mach ich kein Hehl,
ich mein die Pfarrkirche Sankt Michael.
Heut hat sie Geburtstag, 200 Jahr ist sie alt,
und so ein Ereignis läßt uns nicht kalt.
Auch wir in München habens vernommen
und sind zu ihrem Festtag gekommen.
Wir sagen dir – wie schon so oft -
ein recht herzliches Grüss Gott
und wünschen dir zum Ehrentag
alles Gute, ein langes Leben ohne Plag.
Deine Glocken sollen hell klingen
und allen frohe Botschaft bringen.
In deinen Mauern wollen wir stets
uns einfinden zum Gebet.
Wir sind dir ja nicht unbekannt,
du kennst uns gut allesamt.
Schon als Kind vor langen Zeiten
halfst du uns beim Lebensweg beschreiten.
Und später dann – als junges Paar -
sagten wir ja vor deinem Altar.
Und was im Leben auch geschah,
immer warst du für uns da.
Für alles wollen wir heut danken
und nie in unserem Glauben wanken.
Steh uns weiter bei – in Freud und Leid -
verlaß uns nicht in schwerer Zeit.
Die Zeit vergeht wie eh und je,
behüt dich Gott – Sankt Michael.
Wir verbleiben wie es immer war
Deine Chalemunzia

Thekla Gruber, geb. Hammer aus Traidendorf
Das Gedicht wurde im Gemeindesaal vorgetragen.




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